Bali, Java und Geburtstag!

Dienstag, 28.07.2015

So, so langsam gehts in die heiße Phase, heute in genau einer Woche sitze ich im Flieger nach Hause!

Bali ist, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Aber es ist ja auch meine erste Erfahrung mit einem nicht-westlichen Land. Die Leute hier sind freundlich, manchmal zu freundlich, weil sie einem unbedingt irgendetwas verkaufen wollen, natürlich zum total überteuerten Toursiten-Preis. Trotzdem ist alles immer noch vergleichsweise billig. Es gibt öffentlichen Verkehr, nur wann er kommt, das weiß man nie, genauso wenig wie wer grade Vorfahrt hat, Verkehrsregeln scheinen nicht zu exisitieren und doch klappt alles irgendwie.

Genauso wie meine Reise hier. Ich habe echt gezweifelt einige Male, ob ich jemals irgendwo ankomme. Aber es hat wirklich alles geklappt, was ich machen wollte und diese Dinge waren echt unglaublich toll.

Die ersten beiden Tage habe ich in Ubud verbracht, quasi die kulturelle Haupstadt hier in Bali. Davon habe ich aber garnicht mal so viel gesehen, den Tag über habe ich nämlich mit Leuten aus dem Hostel an einem Wasserfall verbracht. Morgens und abends habe ich aber schon was gesehen und auch direkt mal eine Hot Stone Massage für umgerechnet 8,50€ bekommen.

Der nächste Stopp war dann Nusa Lembongan, eine kleine Insel süd-östlich von Bali und weniger touristisch. Dort habe ich meinen Advanced Open Water Tauchkurs gemacht, bedeutet 5 Tauchgänge auf zwei tage verteilt. Das macht unglaublich müde, war aber jeden Cent wert! Vor allem, weil es dort einen Punkt gibt, wo man Mantarochen sehen kann, das war echt ein einzigartiges Erlebnis, die sind ca. 2x2m groß und sehen sehr elegant aus, wie sie durchs fliegen. Außerdem habe ich eine Schildkröte gesehen!

Zurück auf Bali bin ich direkt zum nächsten Tauchort gereist: Tulamben, wo das Wrack der 'Liberty' liegt. Das war auch eine tolle Erfahrung, vor allem, weil ich dort einen Sonnenaufgangs- und einen Nachttauchgang gemacht habe. Man sieht Annemonen im UV-Licht leuchten und wenn man seine Hände bewegt auch das Plankton, wie Zauberei!

Weiter am nächsten und letzten Tauchspot, Pemuteran bzw. die Insel Melangen, wo es eine große Korallenvielfalt gibt und es auch über Wasser aussieht wie im Paradies. Das war es dann leider mit dem Tauchen, aber als nächstes habe ich die Fähre nach Java genommen. Wäre man Jesus und könnte übers Wasser laufen, wäre man schneller als mit dieser Fähre, aber Java liegt in einer anderen Zeitzone und so holt man die verlorene Stunde dann wieder rein.

Auf der Fähre habe ich außerdem einen Australier kennengelernt und nachher im Hostel noch ein deutsches Paar und alle zusammen haben wir dann die Mount Ijen Sonnenaufgangstour in der selben Nacht gemacht. Das bedeutete um 12:30 aufstehen und für 1,5h von einem Jeep den Berg hochgeschaukelt werden. Von Parkplatz aus war es dann eine ca. zweistündige, sehr steile Wanderung, die zuerst zu den blauen Flammen innerhalb des Kraters führte. Dieses Licht ensteht durch den vorhandenen Schwefel, der von unterbezahlten Arbeitern abgebaut wird.

Weiter ging es dann am Krater entlang, es wurde schon langsam hell, so dass man nach und nach erkennen konnte, in welch atemberaubender Landschaft man sich befindet. Auf der anderen Seite haben wir uns den Sonnenaufgang angeschaut und auf dem Rückweg noch einen Blick in den riesigen Säuresee im Krater geworfen. Man konnte außerdem Mount Raumb rauchen sehen. also den Vulkan, der grade für die Flugprobleme sorgt.

Zurück in Banyuwangi, wo wir die Nacht verbracht hatten, war an Schlaf nicht zu denken, für Adam, der Australier, und mich ging es auf eine, wie sich herausstellte, Horrorbusfahrt nach Probolinggo. Wir haben mindestens 7h in einem überfüllten Bus ihne Klimaanlage gesessen. Das war wie eine fahrende Sauna!

Am nächsten Morgen sind wir dann allerdings frisch und munter weiter nach Cemoror Lawang gefahren, der letzte Ort, bevor die Monlandschaft beginnt. Unser nächstes Abenteuer war nämlich Mount Bromo, wo es auch wieder früh aufstehen hieß, dieses Mal allerdings nur 3:30. Dies war dann auch mein Geburtstagsgeschenk, den Ausblick auf diese bizarre Landschaft zum Sonnenaufgang.

Nach einem guten Frühstück war es dann aber auch schon wieder so weit, den Ort zu verlassen. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Zwischenstopp an einem wunderschönen Wasserfall eingelegt, wo es scheinbar nicht allzu touristisch zugeht, denn wir waren die einzigen Weißen dort und wurden ständig gefragt, ob man mit uns ein Foto machen darf.

So ging es dann lustigerweise in Probolinggo weiter, wo wir beide auf unseren Bus gewartet haben. Ich nach Denpasar, Adam weiter westlich auf Java. Wir haben an einem Cafe gewartet, wo eine balinesische Hochzeit stattfand und wir haben dem Brautpaar ein bisschen die Show gestohlen, denn alle Gäste kamen an um Fotos mit uns zu machen. Ich wurde dann aber auch eingeladen, reinzugehen und Fotos zu machen, das habe ich dann auch getan und das Brautpaar war hellauf begeistert. Ich wurde fast gezwungen, etwas vom Essen zu nehmen und wir haben Eis rausgebracht bekommen. Wirklich eine lustige Geschichte.

Den restlichen Teil meines Geburtstags habe ich im Bus zugebracht. Pünktlich zum Sonnenaufgang war ich dann in Denpasar, wieder in Bali. In meinem gebuchten Hostel habe ich also nur das Frühstück in Anspruch genommen und wurde dann schon abgeholt, dies war mein Geburtstagsgeschenk an mich selber: Der Besuch eines Elefantenparks inklusive Elefantenritt und, auch nciht schlecht, Mittagsbuffet. Ich habe mich super darauf gefreut.

Danach hat der fahrer mich in mein neues Hostel gebracht. Hier werde ich jetzt die letzte Woche verbringen und 5 Tage lang surfen. Kuta ist allerdings sehr touristisch. Ich werde das aber noch so richtig genießen und dann tiefenentspannt nach Deutschland zurückkommen.

Abenteuer Roadtrip

Montag, 13.07.2015

Jetzt ist die Zeit in Australien auch fast schon wieder um, meine letzten beiden Tage sind angebrochen, die ich im tropischen Cairns verbringen werde. Aber so sicher ist es garnicht mal, dass ich Mittwoch in aller Frühe im Flugzeug sitzen. Der Vulkan auf Bali macht mir vielleicht einen Strich durch die Rechnung, er qualmt nämlich momentan und hat schon für einige Flugstonierungen gesorgt. Drückt mir also die Daumen!

So oder so werde ich aber meine restliche Zeit hier genießen, von Winter kann garkeine Rede sein, das Wetter ist hier wie bei uns im Hochsommer, also haben wir Gleichstand, bis darauf, dass es hier schon um 6 dunkel wird.

Ich werde heute morgen dann das Mietauto zurückbringen, nach dem es uns zwei Wochen lang treu zu Diensten gestanden hat und uns zu allen Orten gebracht hat, die wir sehen wollten. Und das waren eine ganze Menge!

Los ging es ja in Brisbane, wo wir Dienstag morgen noch Sophie im Motorbootabgeholt haben, warum das Auto nehmen, wenn man direkt am Fluss wohnt? Außerhalb von Brisbane bei den Glasshouse Mountains haben wir für Lunch gestoppt und die erste Nacht "on the road" haben wir dann in Eumundi, nahe zu Noosa, verbracht. Am nächsten Morgen gab es dort einen riesigen und bekannten Markt, also perfektes timing. Von dort aus sind wir dann nach Noosa gefahren, wo wir im Sportcenter duschen konnten und uns danach das kleine Städtchen angeschaut haben, inklusive Eisverkostung beim angeblich besten Eisladen Queenslands.

Nach Tin Can Bay haben wir Rainbow Beach erreicht, den wir allerdings erst am Morgen in voller Pracht gesehen haben, dafür dann aber mit Sonnenaufgang noch vorm Fühstück. Unser nächster Stopp war Agnes Water und 1770, zwei winzig kleine Orte, aber die letzte Gelegenheit zum Surfen, wenn man nordwärts reist. Das haben wir am nächsten Tag also ausgenutzt, in 1770 haben wir außerdem den Sonnenuntergang angeschaut, so hatten wir Aufgang und Untergang an einem Tag an zwei verschiedenen Orten.

Nach dem Surfen hieß es wieder aufbrechen, unser nächster Stopp war Rockhampton, auf dem Weg haben wir noch einen Blick auf Bundaberg geworfen, wo man den Rum wirklich riechen kann, sowie Bargara, ein kleiner Küstenort.

Rockhampton ist für Vegetarier nicht unbedingt der beste Ort, ist nämlich die Fleischhauptstadt Australiens. Wir haben dort aber wirklich nur die Nacht verbracht, glücklicherweise haben wir einen Host auf Couchsurfing gefunden, was ich mit vier Leuten echt für unmöglich gehalten hatte.

Am nächsten Morgen haben wir einen kleinen Umweg über Emu Point und Yeppoon genommen und Krokodile gesehen, allerdings nur eingezäunt. Die restliche Fahrt war dann ein wenig zäh, denn bis Mackay, wo wir geschlafen haben, gibt es nichts zu sehen und man hat nur eine ewig lange, grade Straße. Dafür war der nächste Tag umso besser, erst haben wir uns Eungella National Park angeschaut, angeblich der älteste in Australien und danach sind wir nach Airlie Beach gefahren, ein Touristenort und das Tor zu den Whitsundays. Die haben wir dann am nächsten Tag angeschaut, wir haben eine Bootstour gemacht, sind Schnorcheln gegangen und haben am Whitehaven Beach gepicknickt. Dort gibt es Lizards, also Rieseneidechsen, die tun aber zum Glück nichts.

Am Abend sind wir dann glücklich und müde in Townsville angekommen, wo wir wieder das Glück hatten, couchsurfen zu können. Am nächsten Tag haben wir die Fähre nach Magnetic Island genommen und zum ersten Mal richtige Hitze gehabt. Die Insel ist aber wunderschön und ich hätte gerne mehr Zeit dort verbracht. Am Abend haben wir mit unseren Hosts und ihren Freunden gegrillt und am nächsten Tag ging es dann auch schon nach Cairns. Unterwegs haben wir am Mission Beach gestoppt und Cairns dann nachmittags erreicht. Für die Nacht haben wir uns ein Hostel gegönnt und natürlich auch mal in der Bar nebenan vorbeigeschaut.

Abschied nehmen hieß es dann am folgenden Tag, denn für Julia war dann das Australien-Abenteuer schon zuende, allerdings fliegt sie nach Neuseeland, da kann ich ja aus eingener Erfahrung sagen, dass das auch nicht schlecht ist!

Für uns übrigen drei Mädels ging es aber noch ein bisschen weiter nach Norden, die Nacht haben wir in Port Douglas geschlafen, wieder ein wunderschöner Küstenort und durch die Schulferien auch sehr belebt. Unser Ziel war allerdings Cape Tribulation, wohing man nur über eine schmale kurvige Straße gelangt und außerdem einen Fluß mit Fähre überqueren muss. Unterwegs haben wir uns auch die Mossman Gorge und den Daintree Rainforest angeschaut, es ist echt erstaunlich, wie unterschiedlich die Landschaft auf so kurze Strecke sein kann!

Die Nacht haben wir wieder gecouchsurft, dieses Mal in Kuranda in einem wunderschönen Holzhaus. Am nächsten Tag hat unser Host uns dann noch auf einen Spaziergang mitgenommen, der uns zu einem Fluss in Wald gebracht hat, wo man schwimmen konnte. Außerdem haben wir uns die Märkte angeschaut und sind dann wieder zurück nach Cairns gefahren, wo wir den nachmittag verbracht haben. Am letzten Tag mit Mietauto sind wir zu Sophies Onkel gefahren, der in den Tablelands 1,5h außerhalb von Cairns wohnt und unterwegs haben wir uns einen riesigen Baum und zwei Seen angeschaut. Bevor ich dann nachhher nach Cairns zurückfahre um das Mietauto zurückzubringen, werden wir noch Baumkänguruhs besichtigen. Es war also echt eine tolle Zeit hier in Australien und nun werde ich hoffentlich bald Balis Schönheiten genießen können!

Zum Abschied noch passend zum Blogname:

Sydney and Gold Coast

Montag, 29.06.2015

Die Zeit hier in Australien rast nur so, aber ich habe meine Entscheidung schon gefaellt: Ich werde wiederkommen! Sechs Wochen sind einfach nicht genug, so viele tolle Plaetze, Leute und Dinge, die ich hier lernen will, Surfen zum Beispiel. Das habe ich auch letzte Woche nach drei Jahren endlich nochmal gemacht.

Aber alles schoen in der richtigen Reihenfolge:

In den Blue Mountains habe ich den Haupttouristenort Katoomba besucht, wo man die 'Three Sisters' sehen kann, das sind Felsen, sowie ein wunderschoenes schnuckeliges Cafe zum ausruhen. Ausserdem habe ich mein neues Lieblingstier gefunden: Wombats!!

Dann ging es auch schon weiter nach Sydney, wo ich eine Woche lang ein Hostel in Newtown, dem alternativen Viertel, gebucht hatte und dachte erst mal, dass es vielleicht zu lange ist, aber im Endeffekt war es viel zu kurz, was hauptsaechlich an den Leuten dort lag.

Ich habe so viel erlebt, freiwilligen Arbeit in einem Restaurant geleistet und natuerlich auch alle Attraktionen abgeklappert. Leider war das Wetter nicht so ganz auf meiner Seite, die meiste Zeit hat es geregnet. Davon habe ich mich aber nicht stoeren lassen und auch Bondi Beach und Manly Beach besucht. Ausserdem habe ich Julia kennengelernt, eine der Maedels, die mit auf den jetzt kommenden Roadtrip kommt.

Mit ihr zusammen bin ich dann auch von Sydney nach Byron Bay weitergereist, was eine 13h Zugfahrt bedeutete. Da wir weiter nach Norden gereist sind, war unsere Hoffnung auf besseres Wetter gross, wurde aber leider nicht ganz erfuellt. Es war waermer, aber nicht unbedingt sonniger. Wir haben uns davon aber immer noch nicht abhalten lassen, sind zum Luchtturm und oestlichsten Punkt Australiens gewandert und haben eine Surfstunde genommen, wo wir Besuch von einem Delfin hatten.

Die naechste Station war dann das noerdliche Ende Byron Bays, wo wir bei einem Maler uebernachtet haben, der sich sehr fuer Wale einsetzt und auch auf Booten war, die gegen japanische Walfaenger kaempfen. Hat also schon viel erlebt und hatte demnach viel zu erzaehlen. Der Ort, wo er gewohnt hat, war auch sehr eindrucksvoll, zwischen Fluss und Meer gelegen, sodass wir morgens auf dem Fluss kajaken konnten.

Danach sind wir nach Southport gereist, wo wir dann auch die anderen beiden Maedels fuer den Roadtrip kennengelernt haben. Ausser mir sprechen alle franzoesisch, also werde ich wohl in der naechsten Zeit auch mein franzoesisch nochmal hervorkramen.

 

Von Southport haben wir dann auch Surfers Paradise und Miami Beach besichtigt (und ich dachte ich waere in Australien!). Dort hatten wir dann auch endlich mal ein bisschen Sonnenschein, sodass wir schwimmen gegangen sind. Einen Abend waren wir ausserdem auf einem Streetfood Markt mit super toller Livemusik, das hat echt Spass gemacht!

Heute morgen sind wir dann zu dritt nach Brisbane gefahren um unseren Campervan abzuholen, muessen aber noch bis morgen auf die Vierte im Bunde warten und haben deshalb (und wegen des schon wieder schlechten Wetters) den Tag in Brisbane verbracht, wo wir gewwooft haben fuer einen Tag. Wir mussten eine sehr vollgestopfte Garage aufraeumen und haben dann ein paar Freunde von unserem Host kennengelernt und sie mit Curry bekocht. Das Haus hat ausserdem einen unglaublichen Ausblick auf den Fluss und die Stadt. Mogen startet dann endlich der wirkliche Roadtrip und ich bin super gespannt, auf das, was wir sehen und erleben werden!

Blue Mountains

Freitag, 12.06.2015

G'day!

Ja, ich gebs ja zu, ich habe geschummelt, den Eintrag vom 1.6. habe ich auch grade erst veroeffentlicht, aber ich habe ihn wirklich am 1.6. schon geschrieben und einfach bis jetzt noch keine Zeit gehabt, die Fotos hochzuladen. Im Moment habe ich aber Zeit und somit kann ich auch direkt schon den neuen Blogeintrag, auch mit Fotos, fertig machen. Das ist jetzt also quasi eine Doppelausgabe!

Ich bin seit vorgestern Nacht hier in den Blue Mountains, ein Nationalpark direkt bei Sydney. Ich hatte Glueck und konnte mir eine Mitfhrgelegenheit organisieren, sodass ich sehr guenstig hierher gekommen bin und auch schon das Opera House bei Nacht gesehen habe.

Die Zeit in Melbourne war aber auch sehr schoen, ich hatte eine tolle Zeit mit Bethan und ihrer Familie. Von dienstag bis Freitag bin ich eigentlich hauptsaechlich herumgelaufen und habe mir jede Menge Sachen angeschaut. Ich war im CBD (Zentrum), wo es einen grossen Markt gibt, also genau das richtige fuer mich. Ausserdem gab es ein Museum der Filmgeschichte, den botanischen Garten und auch das Parlament konnte man umsonst besuchen.

Besonders gut haben mir ausserdem die Staatsbuecherei, das alternative Viertel Fitzroy und die Graffiti-Strasse gefallen.

Am Samstag habe ich mir dann mit ein paar anderen Backpackern die Great Ocean Road angeschaut, wir sind bis zu den sogenannten Zwoelf Aposteln gefahren, definitiv das Highlight der Strasse.

Am Sonntag und Montag (ein Feiertag) habe ich dann etwas mit meiner Hostfamilie unternommen. Sonntag ware wir im Viertel St. Kilda auf dem Markt und danach noch Kuchen essen, denn dort gibt es eine Strasse mit ganz vielen Kuchenlaeden, die auch internationales anbieten.

Den Montag haben wir dann im Zoo verbracht, wo es lauter Tiere gab, die nur in Australien heimisch sind und zum Teil auch vom aussterben bedroht, zie der Tasmanische Teufel. Das Tier auf dem Bild ist ein Wombat, supersuess und das andere, sieht man ja, ein Koala. Ich hatte sogar das Glueck mal einen wach zu sehen und das kommt glaube ich echt selten vor!

Dienstag habe ich mir dann noch die bunten Strandkabinen, die relativ bekannt sind, und die Mornington Peninsula angeschaut, wo wir ein bisschen spazieren war und auch dort gab es einen Leuchtturm, denn wir noch so grade vor der Dunkelheit erreicht haben. Auch das habe ich mir wieder zusammen mit ein paar anderen organisieren koennen.

Ja, und jetzt muss ich wieder ein bisschen Arbeiten, da ich wieder wwoofing mache fuer die Zeit in den Blue Mountains. Mein Host paeppelt grade ein Feathertail Possum auf, die Tierchen sind ganz winzig und sehr putzig. Das Bild habe ich jetzt von google geklaut, weil ich noch keins gemacht habe, es sieht aber genau so aus.

Ja, gestern habe ich dann schon ganz viel im Garten gemacht, dafuer musste ich heute nichts tun ausser kochen, aber das mache ich ja gerne. Gestern Abend waren wir dann noch in Sydney auf einem Konzert, das war quasi in einer Wohnung drin, ganz klein und privat, fuer Musiker, die grade erst angefangen haben quasi. Man sitzt dann mit einem Kissen auf dem Boden und kann den Kuenstlern direkt zusehen. Es waren zwei Auftritte, beides sehr ruhige, melancholische Musik. Aber sehr schoen!

Heute vormittag haben wir dann hier im Nationalpark einen Spaziergang gemacht, quasi einfach die Strasse runter zu zwei Wasserfaellen und dort haben wir dann einmal einen ziemlich bunten Hummer gesehen und dann noch einen Lyrebird, die sind hier mindestens so selten wie Kiwis in Neuseeland, ich hatte also echt Glueck!

Hier noch Fotos von dem Haus, in dem ich im Moment wohne, es ist naemlich sehr schoen! Ja, das war es dann auch wieder von mir, aber ihr habt ja erst mal ein paar Fotos zum anschauen. Bis bald!

Australien!

Montag, 01.06.2015

Nun ist das Abenteuer Neuseeland offiziell abgeschlossen, das Abenteuer reisen ja allerdings noch nicht. Mein Flug ging heute morgen um 6:45, was eine unmenschliche Aufstehzeit von 2:30 erfordert hat und der Grund ist, warum ich am liebsten schon mittags ins Bett gehen wuerde. Vor allem, weil es in Melbourne, wo ich jetzt bin, auch noch zwei Stunden frueher sind.

So, aber ihr wollt ja natuerlich wissen, was ich in meiner letzten Zeit in Neuseeland noch getan habe. Ich bin von Rotorua aus hoch nach Northland gereist, wo ich fuenf Tage auf einer Pferdefarm verbracht habe. Wegen des schlechten Wetters sind wir allerdings nur einmal ausgeritten, dafuer dann aber total schoen am Strand entlang. Ausserdem hatten sie einen Tag ein Hochzeits-Fotoshooting mit Pferden und das hat wirklich den ganzen Tag in Anspruch genommen.

Die letzten zwei Wochen sind Alex und ich ja dann mit dem Mietauto gereist, sodass wir es wirklich geschafft haben, alles zu sehen, was wir noch sehen wollten. Zuerst ganz hoch in den Norden zum Cape Reinga.

Dann die komplette Ostkueste runter, also erst mal durch die Bay of Plenty, wo es sehr viele kleine Bays gibt (wie der Name ja schon sagt), besonders der Ort Russel hat mir da sehr gut gefallen und ausserdem habe ich dort endlich meinen Platz gefunden. (;

Dann nach Tauranga, wo wir auf den Mount Maunganui steigen wollten, es hat aber die ganze Zeit geregnet und somit konnten wir garnichts machen, was auf unserer Liste stand. Aber zum Glueck waren Freunde von Alex in der Stadt und wir haben uns mit ihnen im Shoppingcenter auf nen Kaffee getroffen. Ich glaub das war das erste und einzige Mal, dass ich in Neuseeland in einer Mall war. Auserdem sind wir nochmal nach Rotorua gefahren, mit Thermalpark dieses Mal, und weiter zum Lake Waikaremoana, wenn auch ohne Wanderung.

Von da aus gings dann ueber Gisborne zum East Cape. Dort haben wir den ersten Sonnenaufgang der Welt gesehen und zurueck in Tauranga sind wir doch noch hoch auf Mount Maunganui, das Wetter war dieses Mal super und wir hatten eine tolle Aussicht. Ausserdem hatten wir besonders Glueck, denn wir konnten Orcas im Wasser beobachten!

Ausserdem haben wir nochmal die Soothills besucht, vor allem Eva ist ganz schoen gewachsen und es war einfach schoen, sich von denen verabschieden zu koennen, wenn man nicht auf sie aufpassen muss, sind kleine Kinder ja doch ganz suess. Auf dem Weg dahin sind wir ueber die Desert Road gefahren und hatten eine unglaubliche Aussicht auf die mittlerweile schneebedeckten Berge des Tongariro National Parks.

Von Hawera aus ging es dann nochmal nach New Plymouth, wo wir supergutes veganes Mittagsbuffet hatten und dann sind wir aufgebrochen zum Cape Palliser, oestlich von Wellington, wo es auch einen Leuchtturm gibt, direkt daneben gab es einen 'shoe fence', wo ich dann meine mittlerweile auseinanderfallenden Schuhe gelassen habe, wie man ja oben auf dem Bild sehen kann.

Tja und dann sind die letzten beiden Tage angebrochen. Die Zeit ist wirklich geflogen in den letzten Tagen und ehe man sich versieht steht der Abschied bevor.

In Wellington haben wir dann noch Freunde aus dem Palace wiedergetroffen und sind nochmal einen Abend ausgegangen, denn in der zweiten Nacht hiess es dann ja schon frueh raus und los zum Flughafen. ich war ganz schoen traurig, aber so ganz habe ich es noch garnicht realisiert glaube ich. Ich werde mir jedenfalls in den naechsten Tagen Melbourne anschauen und sonst habe ich noch nicht wirklich was geplant ausser einer groben Reiseroute.

Zurueck auf der Nordinsel

Montag, 11.05.2015

So, wie versprochen bin ich wieder auf der Nordinsel, am 4.5. haben wir abends noch ganz fluchtartig die Suedinsel verlassen. Grund dazu bestand aber nicht, die letzte Zeit dort war noch sehr schoen und ich wuerde sogar sagen, dass eine der Wanderungen, die wir noch gemacht haben, die schoenste in ganz Neuseeland war.

Von Hokitika, wo ich uebrigens noch die Schlucht gesehen habe und shooting auf Cowboys Paradise gemacht habe, ging es wieder mal nach Nelson. Dieses Mal habe ich allerdings nicht im Palace geschlafen, sondern auf einem riesigen Segelboot, schon fast eine Yacht. Diese gehoert einem Freund von der Amerikanerin, die ich beim wwoofen kennengelernt habe. Definitiv ein Erlebnis!

Von da aus bin ich dann mit Alex Golden Bay hoch bis nach Collingwood, von wo aus wir zum Anfang des Heaphy Tracks gebracht wurden. Dieser ist mit 78 km der laengste Great Walk Neuseelands. Vor allem der letzte Tag war dort wunderschoen, an der Westkueste entlang mit Palmen ueberall und das Wetter hat auch mitgespielt. Als wir dann allerdings den Abend nach der Wanderung in Murchison verbracht haben und auch schon auf dem Weg dorthin hat es wie aus Eimern geschuettet und auch fuer die naechsten Tage war keine Besserung zu erwarten.

Uns blieb also wohl oder uebel nichts anderes uebrig, als nach Nelson zurueckzukehren und nicht zum Nelson Lakes National Park aufzubrechen. Dort habe ich dann meine Unibewerbung fertiggemacht und auch schon mal ein paar Informationen fuer Australien und Bali rausgesucht, das rueckt ja jetzt auch immer naeher!

Als wir dann allerdings die Robert Ridge hoch zur Lake Angelus Hut gewandert sind, war es echt strahlend blauer Himmel und dennoch Schnee ueberall, was die Landschaft wunderschoen hat aussehen lassen. Der Track und vor allem die Route, die wir dann zum Abstieg gewaehlt haben, waren aber teilweise schon etwas gefaehrlich durch Eis und Schnne, da sie sehr steil waren.

 

Am selben Abend sind wir dann noch weiter nach Picton, wo wir uns nur eine Nacht gegoennt haben, bevor wir frueh am naechsten Morgen dann das Wassertaxi zum Beginn des Queen Charlotte Tracks genommen haben. Diese Wanderung war mit 71 km auch nicht grade kurz und obwohl so nah am Wasser doch auch relativ steil, sodass wir die ganze Wanderei doch ganz gut in unseren Beinen gespuert haben. Es hat sich dank der tollen Ausblicke aber dennoch gelohnt. Wie gesagt, am selben Abend noch haben wir die Faehre rueber nach Wellington genommen und die Nacht bei James, Alex Freund verbracht. Wieder sind wir frueh am naechsten Morgen aufgebrochen, um nach Hastings zu reisen. Dort wohnt eine Familie, die ich damals auf meiner allerersten Mehrtageswanderung, dem Tongariro Northern Circuit, kennengelernt habe, und die mich zu sich nach Hause eingeladen haben.

Das Angebot haben wir dankend angenommen und sind wirklich verwoehnt worden! Wir durften das Auto der Tochter benutzen, hatten Zugang zu luxurioesem Kaffee und gutes Essen. Das Haus lag ausserdem auf einem Berg, die riesigen Laendereien ueberblicken. Das Auto haben wir genutzt um die Gegend zu erkunden, den Te Mata, ein Berg mit weiter Aussicht ins Umland, Hastings selber und auch Napier, welches nach einem Erdbeben im Art Deco Style errichtet wurde und mir sehr gut gefallen hat. Dort habe ich dann ausserdem neue Schuhe gekauft, meine alten sind naemlich auseinandergefallen.

Von Hasttings aus war eigentlich der Plan, den Great Walk um Lake Waikaremoana zu machen, doch dieser liegt so weit ab vom Schuss, dass wir keinen bezahlbaren Transport organisieren konnten und somit kurzerhand nach Rotorua gefahren sind. Hier sitze ich auch mittlerweile wieder. Zwischendurch haben wir aber zwei Naechte in Taupo verbracht, wo Alex mit zwei anderen Freunden das Tongariro Crossing gemacht hat, waehrend ich Rainbow Mountain erklommen habe und durch die Redwoods spaziert bin. Am Tag davor war ich ausserdem - ihr werdet es kaum glauben, es ist aber wahr - SKYDIVEN!!

Ja, das war eine ziemlich spontane Idee, das Wetter war perfekt und ich wollte es eben doch machen, koste es, was es wolle. Ich habe allerdings die guenstigste Option genommen, also auf Fotos und Videos verzichtet. Zum Glueck hat Alex aber ein paar Bilder gemacht.

Genau, und jetzt sind wir wieder in Rotorua, der Stinkestadt. Der Ort ist auf einem Geothermalgebiet errichtet, es riecht also nach faulen Eiern und man sieht immer wieder Teiche mit brodeldem Wasser oder Dampf aus der Erde aufsteigen.

Morgen geht es allerding auch wieder weiter fuer mich, die letzten drei Wochen sind ja jetzt angebrochen. Ich will allerdings nichts spoilern, obwohl alles schon ziemlich durchgeplant ist. Aber ich will euch ja nicht die Ueberraschung auf den letzten Blogeintrag ueber Neuseeland nehmen. Von Australien und Bali werde ich aber natuerlich auch berichten!

Bis dann!

Catlins, Gletscher und Meditation

Sonntag, 19.04.2015

Ja, die Ueberschrift fasst eigentlich schon alles zusammen, was seit dem letzten Mal passiert ist. Ich brauche eigentlich garnichts mehr zu schreiben. Bis dann also!

Nein, Scherz. Ein bisschen mehr ist schon passiert und es ist es auch auf jeden Fall wert erzaehlt zu werden! Wir sind ja erst mal durch die Catlins gereist und die komplette Suedkueste entlang bis nach Manapouri hoch. Dabei haben wir natuerlich viel Meer gesehen, Seeloewen und Straende.

 

Aber auch Lake Hauroko, Neuseelands tiefsten See (463m), einen atemberaubenden Sonnenuntergang und Delfine!! Der Versuch, mit den Delfinen zu schwimmen, war aber leider erfolglos.

Nach diesem Roadtrip ging es dann zum letzten Mal zurueck zu Familie Haase nach Dunedin, wo wir mit segeln gekommen sind. Der naechste Stopp war dann die Moeraki Boulder, riesengrosse Steinkugeln, die am Strand rumliegen und von da aus dann weiter nach Wanaka, wo wir auf den Roy's Peak hoch sind, der einem eine wunberschoene Aussicht ermoeglicht.

Dieses Mal habe ich es dann auch endlich geschafft, von Wanaka aus die Westkueste hochzureisen, wo es ja die beiden Gletscher gibt, Fox und Franj Josef). Auf dem Weg haben wir ausserdem an den Blue Pools gestoppt (Lea, ist das das Bild, was du mir mal geschickt hast und wissen wolltest, ob es wirklich so blaues Wasser hier gibt?). Die beiden Gletscher sind nur mit gebuchter Tour erkundbar, aber man kommt auch so relativ weit dran. Man muss nur Glueck haben, dass die Wolken nicht zu tief haengen, was ja an der West Coast schon was heisst. Ausserdem sind wir den Copland Track gelaufen, der mit der besten Wandererbelohnung endet: Natuerliche heisse Quellen!

Danach haben wir uns dann in Arthur's Pass mit My, Henning und Judith getroffen, es gab also ein schoenes Duerener Wiedersehen und eine dreitaegige Wanderung, die wir trotz schlechter Wettervorhersage durchgezogen haben. Und wie das dann In Neuseeland so ist, das Wetter kommt eh anders, als man denkt: Wir hatten die meiste Zeit Sonne, geregnet hat es eigentlich nur nachts. Vom letzten Sattel gab es dann auch eine tolle Aussicht und vor allem war es schoen, die anderen wiederzusehen.

Von da aus sind wir dann nach Akaroa gereist, woch ich dann eine Woche in einem Meditationszentrum gewwooft habe. Es war eine interessante Woche mit drei Meditationen am Tag und was ausserdem sehr schoen war: Gesundes Essen nach dem ganzen "Campingfrass", einen warmen Ofen (es hat in der Zeit gefroren, geschneit und gehagelt!) und nette Hosts und wwoofing-Kolleginnen.

Ja, und was glaubt ihr, wo ich jetzt bin? Wieder auf Cowboy Paradise! Gestern bin ich wieder ueber Arthur's Pass hierhergekommen, habe noch Avalanche Peak erklommen, der ist 1833m hoch, aber Arthur's Pass Village liegt auch schon auf 740 m Hoehe. In Hokitika konnte ich dann endlich mal den weltberuehmten Sonnenuntergang sehen und war mit Mike und Laura, die im Moment hier arbeitet, bei Stampers essen. Auch fuer heute Abend sind keine Gaeste geplant und es ist auch bis jetzt sehr ruhig. Allerdings hat sich einiges veraendert, die deutsche Effektivitaet hat zugeschlagen! Nicht nur, dass es zwei extra Raume gibt, es gibt Zettel fuer die Gaeste, wo diese angeben koennen, wie sie ihr Fruehstueck haben wollen und so Kleinkram eben.

Tja, ich habe nur noch sechs Wochen uebrig in Neuseeland, so schnell geht das! Ich werde zwei davon noch hier auf der Suedinsel verbringen, hauptsaechlich wandernd und dann im Mai nochmal auf der Nordinsel reisen. Es geht aber nur noch nordwaerts fuer mich, ich fluechte also der Kaelte, die sich so langsam wieder breitmacht.

 

Down South Again

Sonntag, 22.03.2015

Puenktlich nach einem Monat wieder ein neuer Eintrag, dieses Mal aus Dunedin!

Zuerst einmal die schlechte Nachricht: Millie gibts nicht mehr. Kein Kommentar, was passiert ist, an meinen Fahrkuensten ist nicht zu zweifeln und ich wollte es auch erst garnicht hier im Blog veroeffentlichen, weil ihr euch jetzt doch eh alle darueber lustig macht, dass ich es geschafft habe, mein erstes eigenes Auto nach einer Woche zu Schrott zu fahren. Aber naja, das Leben ist kein Ponyhof. Ich habe relativ viel Geld dadurch verloren und habe natuerlich auch wieder auf die Bequemlichkeit eines eigenenFortbewegungsmittels verzichten muessen, aber es haette ja auch alles noch viel schlimmer kommen koennen. Weder mir noch sonst wem ist was passiert.

Ich wollte da jedenfalls grade von nelson nach Karamea fahren, bin dann kurzerhand dorthin getrampt, habe mich also garnicht gross davon abhalten lassen. Allerdings hat es mich dann nach und nach doch mehr mitgenommen, als ich gedacht habe und deswegen bin ich runter nach Dunedin.

Hier bin ich jetzt schon zum dritten Mal, war immer wieder woanders zwischendurch, aber nutze es ein bisschen als meine Basis, dadurch, dass die wundervolle Familie Haase hier wohnt und ich ein bisschen ein Zuhause, einen Rueckzugsort habe, wo ich dann neu planen kann und ueberlegen soll, wie es wietergeht. Ich muss naemlich ehrlich sagen, dass ich so langsam ein bisschen panik bekomme, wenn ich realisiere, wie viel ich noch machen will und wie wenig Zeit ich fuer das alles nur noch habe. 

Mein Flug is ja fuer den 1.6. von Wellington nach Melbourne gebucht, also noch gute zwei monate, die mir bleiben und einen davon will ich dann eigentlich wieder auf der Nordinsel verbringen. Ausserdem wird so langsam spuerbar, dass der Sommer zuende geht und der Herbst im Anmarsch ist, das gefaellt mir ja auch so garnicht.

Kein Grund zur Verzweiflung, ich erlebe ja immer noch tolle Sachen, Hier in Dunedin habe ich Tunnel Beach gesehen und alleine schon die Stadt ist wunderschoen, es gibt alte Gebaeude und ziemlich viele junge Leute, da es eine Studentenstadt ist. Ausserdem befindet sich hier, zumindest laut Guiness Buch der Rekorde, die steilste Strasse der Welt, die Baldwin Street.

Das erste Mal bin ich dann ueber Cromwell nach Wanaka gereist, woch ich den Rob Roy Glacier Walk gemacht habe und auf der L&P Show Kissen verkauft habe um ein bisschen Geld zu verdienen. Die L&P Show ist so eine Art Farmersmarkt, wo es zum einen alles moegliche an Hilfsmittel fuer Bauern gibt, aber auch jede Menge Tineff wie eben Kissen und Schmuck, aber auch Springreitturniere und Wettbewerbe, welcher Bauer den schwersten Bullen und das schoenste Schaf hat. Ganz neuseelaendisch also.

Mein zweiter trip von Dunedin aus ging dann zusammen mit Alex runter auf Neuseelands dritte Insel: Stewart Island! Wunderschoen ist es dort! Es gibt halt nur einen Ort, Oban, mit gut 300 Einwohnern und ansonsten sehr viel Natur, vor allem Voegel. Ausserdem ist das Wetter sehr wechselhaft, es kann von einer Minute auf die in Stroemen regnen und auch genauso schnell wieder vorbei sein. Als wir dann aber den dreitaegigen Rakiura Track gelaufen sind, hatten wir die ganze Zeit ueber keinen einzigen Tropfen Regen. Ich wurde jedoch noch bevor wir uns auf dem offiziellen Track befanden von einer wespe in die Augenbraue gestochen und hatte dann auf der kompletten Wanderung ein geschwollenes Auge.

Am Abend vorher hatten wir auch grosses Glueck: Es sollten die Suedlichter, verursacht durch den pam Storm, zu sehen sein an dem Abend und wir sind also mit dem halben Hostel hoch auf den Berg gelaufen um sie zu sehen. Eine dicke Wolke hat uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben dann kurzerhand beschlossen, zurueck zum Rugby Feld zu laufen, wo man schon mal Kiwis sehen koennen soll. Und siehe da, wir sind direkt fuendig geworden und haben einen Kiwi gesehen (Ich wusste garnicht, dass die so gross werden koennen!). Wieder oben auf dem Berg waren dann auch alle Wolken verschwunden und am klaren Himmel waren dann auch wunderbar die Suedlichter zu sehen. Bestimmt eine halbe Stunde lang war das Flimmern Auroras zu beobachten.

Am Morgen, an dem wir dann wieder die Faehre zurueck zum Festland genommen haben, wurden wir dann Zeugen eines Wunderschoenen Sonnenaufgangs ueber dem Meer. Der Trip auf Stewart Island war also durch und durch ein voller Erfolg!

Nun sind wir wieder zurueck in Dunedin, bis Dienstag goennen wir uns eine Pause, dann geht es weiter in die Catlins, das Kuestengebiet zwischen Dunedin und Invercargill. Hoffentlich ist bis dahin das Wetter auch wieder besser, grade ist es hier sehr herbstlich.

 

Hippielife in Golden Bay

Freitag, 20.02.2015

Soooo, endlich kommt nochmal was von mir! Ich weiss, ihr habt eine Zeit warten muessen, in der ich mich kaum gemeldet habe, was hauptsaechlich daran lag, dass ich ganz hippielike kein Internet hatte.

Aber dafuer kommt jetzt ein ausfuehrlicher Beitrag mit Bildern!

Hier seht ihr ein paar Eindruecke vom Luminate Festival, dass war wirklich der Wahnsinn dort. Ganz anders als die deutschen Festivals, die ich bis jetzt kennengelernt habe. Es war einfach eine tolle Atmosphaere mit Workshops wie Yoga, Zirkus und Trommeln, aber dann auch elektronische bzw. Gypsy/Irische Musik die ganze Nacht lang und am meisten beeindruckt hat mich die Gemeinschaft dort, jeder hat dem anderen ausgeholfen und man hat einfach so viele nette Leute ueberall kennengelernt.

Daraufhin habe ich dann entschieden, spontan mit der Masse nach Takaka zu reisen nach dem Festival, wo das neuseelaendische Hippieleben zu Hause ist und es keine Zeit zu geben scheint. 

Die ersten Tage habe ich dort im Garten eines Hostels gecampt (ja, richtig, ich habe jetzt ein Zelt, kein gutes, dafuer aber geschenkt bekommen - mitsamt luxurioeser Luftmatraze), von wo ich aus noch ein paar Sommerfeste in der Gegend besucht habe. Man hat also ueberall die Luminate Leute wiedergetroffen und auch ohne Handy konnte man den Kontakt halten, im Zweifelsfall ist man einfach in den Park gegangen, wo man immer jemanden gefunden hat, den man kennt. Ausserdem habe ich eine Wanderung zu einer der Hoehlen in der Naehe gemacht.

Danach bin ich ins Hangdog gezogen, das Kletterercamp. Jaaaa, richtig gehoert, ich war klettern in den letzten Tagen und es hat verdammt Spass gemacht! Das Gebiet heisst Paynes Ford und ist eine der besten Felsklettergegenden in Neuseeland. Auch dort im Camp herrschte eine tolle Atmosphaere, man hat die Abende zusammen am Lagerfeuer verbracht und sich tagsueber beim Klettern gegenseitig motiviert und gelobt. Ich habe dort dann kurzerhand ein paar gebrauchte Kletterschuhe gekauft, die ich dann am Pohara Beach eingeweiht habe, ein Klettergebiet mit Meeresblick.

Ausserdem habe ich, genauso kurz entschlossen, ein Auto gekauft. Ein weisser Mazda Familia XE, alt, aber noch gut in Schuss. Es heisst Millie und ein Foto reiche ich natuerlich noch nach. Die letzten Monate hier werde ich also ganz unabhaengig durch die Gegend cruisen koennen.

In Paynes Ford gibt es ausserdem eine riesige Hoehle unter der Erde, die wir einen Abend erkundet haben und dabei furchtbar schmutzig geworden sind. Zum Gluieck gibt es aber auch einen Fluss direkt nebenan, mit Tau zum ins Wasser schwingen und einer Slackline von Fels zu Fels. Ein wahres Paradies also!

Das einzige tragische Erlebnis in dieser Zeit, aber dennoch eine unglaublich Erfahrung, ist, dass ganz im Norden von Golden Bay, beim Farewell Spit 198 Pilotwale gestrandet sind. Der erste Versuch diese wieder ins Wasser zurueckzubringen, ist schief gelaufen, da sie nicht alle zusammen bewegt worden sind und deswegen zurueckgekommen sind, um ihre Familienmitglieder abzuholen. Am naechsten Tag hiess es also nochmal den ganzen Tag Eimer mit Wasser schleppen um die Wale bei Ebbe feucht und kuehl zu halten, nachdem sie vom ersten Tag schon ziemlich stark von der Sonne beschaedigte Haut hatten und sie dann beim Eintreffen der Flut so lange zurueckzuhalten, bis alle zusammen bewegt werden koennen.

Ich bin erst am zweiten Tag dort eingetroffen und habe so ziemlich den ganzen Tag ueber bei einem Wal verbracht und ihn versorgt, ich glaube ich habe noch nie so viele Eimer geschleppt. Es waren dann 67 Wale die ueberlebt haben, am zweiten Tag ist keiner mehr verstorben dank der vielen Freiwilligen.

 

Von dort aus bin ich dann rueber zum Wharariki Beach gewandert, also an der Kueste entlang, wo Golden Bay auf die Westkueste trifft. Dort am Meer findet man auch ganz viele Felsen und Hoehlen.

Soooo und zum Schluss noch ein Bild von mir und einem Alpaka!!

Wild West Coast

Donnerstag, 22.01.2015

Ich hab ja eigentlich noch garnicht so viel von der West Coast gesehen, aber das, was ich gesehen habe, war definitiv wild!

Am Samstag werde ich Cowboy Paradise nach vier Wochen verlassen, meine Zeit hier ist also fast vorbei und natuerlich freue ich mich darauf, wieder was Neues zu erleben und mal wieder was anderes zu Gesicht bekommen. Vor allem, weil ich mich die meiste Zeit ja nicht wirklich weit wegbewegen konnte, aber andererseits muss ich sagen, dass es mir hier wirklich gut gefallen hat, die Arbeit war viel und ich hatte nciht viel Zeitwirklich frei, aber es hat Spass gemacht. Ich habe ganz viele nette Leute getroffen, fast alle mit einer Leidenschaft fuers Radfahren, Menschen wie ich also.

Mike ist ein super Boss, der uns Maedels zum Essen eingeladen hat, wenn mal keine Gaeste ueber Nacht da waren. Er war leider nicht dazu zu ueberzeugen, sein absolutes Lieblingsrestaurant 'Stumpers' auch nur einmal gegen die Pizzeria auszutauschen, die die beste Neuseelands sein soll. Heute hat er mir von dort aber doch eine Pizza mitgebracht, zum Ausgleich dazu, dass ich imMoment alleine hier bin und alle Arbeit machen muss, ich kann den 'Sallon' also quasi nicht verlassen, hoechstens, um nach der Waesche zu schauen.

Eigentlich wollten wir gestern Abend nochmal in Hokitika essen gehen, haben dann allerdings spontan eine Buchung von 5 Briten reinbekommen. Die waren allerdings richtig nett und wir hatten dann trotzdem einen tollen Abend, haben 'Tombstone' geschaut und die Jungs hatten scheinbar Mitleid mit mir, denn sie haben freiwillig den Abwasch nach dem Abendessen uebernommen (siehe Foto) und mir sogar 20$ Trinkgeld dagelassen. Meine Pizza habe ich jetzt ja auch bekommen, also alles gut!

Zwischenzeitlich waren ausserdem Shontelle da, Mikes juengste Tochter, die so alt ist wie ich, und Ieva, eine Lettlaenderin, die schon einmal fuer 2 Monate hier gearbeitet hat. In der Zeit hatte ich dann also mal ein bisschen mehr Freizeit und konnte den Radweg auch fahren und ausserdem bin ich auf den Mount Brown gestiegen, ein 1120m hoher Berg, von dem aus man einen tollen Blick ueber Lake Kaniere bis hin zum Meer hat und man sogar Cowboy Paradise als winzigen Fleck sehen kann.

Ein weiteres Ereignis waehrend meiner Zeit hier war ein Erdbeben, was mitten in der Nacht stattfand und ich deswegen und dank meines tiefen Schlafesgarnicht mitbekommen habe, allerdings habe ich dann tagsueber die drei Nachbeben gespuert. Zum Glueck ist aber ncihts schlimmes passiert, dasHauptbeben war irgendwo bei Arthur's Pass, wo nicht viele Leute leben.

Meine Zeit hier war zwar anders als das Hostelleben in Nelson, aber keineswegs langweilig! Ausserdem bin ich jetzt Profi im Kochen von cooked breakfast und traditionell neuseelaendischem roast, was als Vegetarierin natuerlich sehr hilfreich ist. Ich plane sogar nochmal zurueckzukommen, im Maerz vielleicht oder halt, wenn mir das Geld ausgeht. Am Samstaggeht es fuer mcih wieder hoch nach Nelson und ab Montag bin ich dann in Takaka, wo dann Mittwoch das Luminate Festival beginnt, auf dem ich arbeite. Darauf bin ich echt gespannt und fuer danach habe ich noch garkeine Plaene, es wird also wieder ein bisschen aufregender in meinem Leben!

 

Christmas, New Year and Cowboy Paradise

Donnerstag, 01.01.2015

Hallo ihr Lieben!

Mittlerweile sind ja auch die "Zurueckgebliebenen" hoffentlich erfolgreich ins neue Jahr gerutscht. Ich arbeite jetzt wieder und zwar, wie unschwer zu erkennen im 'Cowboy Paradise', ein Bed&Breakfast mit 4 Units, die ich quasi jeden Tag neu beziehen und putzen muss, weil wir uns direkt am Radweg des West Coast Wilderness Trail befinden und die Radler ja dann immer nur eine Nacht bleiben. Ausserdem muss ich morgens Fruehstueck machen, abends dann Abendessen und dann noch zwischendurch Snacks fuer Tagesgaeste zubereiten, servieren und abkassieren. Der groesste Spass ist allerdings die Waesche, denn das Wetter ist hier sehr wechselhaft. In einer Minute ist noch strahlender Sonnenschein und im naechsten Moment schuettet es wie aus Kuebeln. Zudem sind Waschmaschine und Trockner sehr launisch und man muss deswegen dauernd ein Auge auf sie haben. 

Zum Glueck arbeite ich mit Claudia, einer anderen Deutschen, hier, denn der Besitzer Mike ist meistens unterwegs auf seinem Riesengrundstueck und deswegen keine Hilfe bei diesen Jobs. Ihr koennt euch also vorstellen, dass ich hier alle Haende voll zutun habe. Vorgestern hatte ich dann mal zwei Stunden frei und habe mir natuerlich direkt mal ein Rad geschnappt um selber mal ein Stueck des Tracks abzufahren. Ich bin dann bis zum Lake Kaniere geradelt, durch Buschland und Kuhwiesen, die Kuehe stehen echt teilweise auf dem Radweg und schauen dich verwundert an. Ich reiche bald Fotos nach!

Ja, Silvester gestern Abend war keine grosse Sache fuer mich. Claudia und ich haben Mike zwar ueberredet bekommen nach Hokitika rein zu fahren, nur leider war dort ueberhaupt nichts los. Wir waren dann Mitternacht zwei Minuten am Strand, haben auf die raue Tasman Sea geschaut und sind schnell wieder zurueck ins Auto gelaufen, denn es war kalt und windig.

Weihnachten war dafuer allerdings ein richtig schoenes Fest im Palace Backpackers. Am 24. haben alle etwas gekocht und wir haben dann alle zusammen gegessen, es ware echt ein riesiges Buffett voller leckerem Essen. Am 25. hat dann Dave, der Hostelbesitzer fuer uns alle gekocht und vorher bin ich mit den meisten anderen an den Fluss gelaufen, dort gibt es eine Schaukel, von der aus man ins Wasser springen kann.

Am 26. sind wir dann alle zusammen nach Rabbit Island gefahren, wir hatten verschiedene Teams und Spiele, wo wir dann gegeneinander angetreten sind. Das hat echt Spass gemacht und da die Teams nach Farben gekennzeichnet waren, hatten wir richtige Vewrkleidungen und Kriegsbemalungen, wie man sehen kann.

Tja, am naechsten Tag hiess es dann aber leider fuer mich Abschied nehmen, aber ich hoffe ich kann ein paar Leute aus dem Hostel nochmal wieder treffen, denn die Leute da waren einfach super!

Sunny Nelson!!

Freitag, 19.12.2014

Liebe Gruesse von der Sonne, die ist naemlich hier in Nelson, dem sonnigsten Ort Neuseelands, oft vorhanden. Da ich jetzt seit Montag auf einem vineyard arbeite und somit 8 Stunden zwischen Weinpflanzen umherlaufen muss, kriege ich das auch gut zu spueren.

Zum Glueck gehoert die Sonnencreme dort zum festen Inventar, die man regelmaessig gebrauchen muss, wenn man nicht verbrennen will. Die Sonne hier ist einfach so viel staerker als bei uns, das verwundert mich immer wieder. Meine Arbeit dort besteht aus 'Debudding', also alle kleinen Aestchen abreissen, die dort wachsen, wo sie nicht wachsen sollen und das ist hauptsaechlich kurz ueberm Boden, also mit vielem Buecken verbunden. Das machen wir dann direkt morgens, wenn es noch nicht so heiss ist und danach heisst es 'wirelifting', also die Draehte, zwischen denen die Pflanzen wachsen, wegbiegen, indem man daran zieht, sodass sich die Aeste wieder zwischen den Draehten befinden. Mein Job ist also sehr monoton und stupide im Moment, aber ich mache es nur noch bis Mittwoch, dann ist es mein groesstes Weihnachtsgeschenk, wenn ich das nicht mehr machen muss.

Am 26.12. verlasse ich dann das Hostel und all die netten Leute dort, weil ich einen Job in einem B&B antrete, wo ich kochen und putzen muss, aber auch gut verdiene. Die Arbeit ist in der Naehe von Hokitika, am Lake Kaniere, an einem Mountainbike-Trail und im Cowboy-Style aufgemacht. Ich bin also mal gespannt!

Ja, hier in Nelson fuehle ich mich grade richtig wohl, denn die Leute im Hostel sind alle supernett und wir sind eine richtige Gemeinschaft mit gemeinsamen Strandbesuchen, Barbecues und auch am Wochenende verbringen wir die Abende zusammen. Am 25. feiern wir dann auch zusammen Weihnachten, indem wir ein Dinner machen, zu dem jeder etwas beisteuert. Ich bin echt froh, dass ich fuer Wihnachten einen so tollen Platz gefunden habe.

Ja, bevor ich hier hergekommen bin, habe ich mit Moritz, Daniel und Keven den Great Walk im Abel Tasman National Park gemacht, dort sind auch all die schoenen BIlder unten entstanden. Wenn die Sonne scheint, was bei uns zum Glueck relativ oft der Fall war, sieht es dort echt aus wie im Paradies, goldene Straende und blaues, glasklares Wasser. Einmal haben wir schon vor dem Fruehstueck Frisbee am Strand gespielt und natuerlich haben wir auch das ein oder andere Bad genommen. Ein wieteres Highlight war dann der Ruecktransport vom Endpunkt des Walks, dafuer haben wir naemlich ein Wassertaxi genommen, also ein kleines Boot, von wo aus wir dann auch noch mal Robben gesehen haben.

Gestrandet in Oamaru

Donnerstag, 27.11.2014

Hallo ihr!

Ich melde mich auch nochmal. Wie gesagt, leider erst mal ohne Fotos, aber die von Moritz werde ich auf jeden Fall noch nachträglich reinstellen und ich bemühe mich auch um eine neue Kamera.

Der Plan, sechs Wochen lang mit Moritz zu reisen ist allerdings nicht aufgegangen. Hauptgrund dafür: das liebe Geld! Es ist eben doch teuer zu reisen, auch wenn es camping ist. Deswegen bin ich nachdem wir zwei Wochen lang so ziemlich jeden Tag wandern waren, erst mal in Queenstown ins Hostel gegangen. Das habe ich zum einen super genossen, denn es gibt ein Dach überm Kopf, eine Dusche und ein superbequemes Bett (hätte ich auch nicht gedacht, dass ich sowas mal von einem Stockbett im 6er-Schlafraum denken würde). Andererseits ist Hostelleben ja bekanntlich auch teuer und Queenstown als neuseelands Party- und Touristenstadt garantiert nicht der beste Ort für einen pleite Backpacker, aaaaaber ich hatte Glück! Ich habe ganz spontan für drei Tage einen Job bekommen, Telefonbücher in der Gegend austragen, so habe ich dann auch was von der Gegend gesehen. Außerdem habe ich gutes Geld gemacht in der Zeit, weil wir 9 Stunden am Tag gearbeitet haben, was natürlich anstrengend war, aber ich hab mich mit den anderen gut verstanden und dann ist ja auch alles nur noch halb so schlimm.

Viel Schlaf habe ich aber nicht bekommen in Queenstown, man kann dort echt jeden Abend ausgehen und auch obwohl ich das nicht gemacht habe, war im Hostel immer genug los um nicht rechtzeitig ins Bett zu kommen. Besonders genossen habe ich natürlich den Hot Spa Pool und an meinem letzten Abend gab es einen pub crawl, wo wir auch freien Eintritt in die ice bar bekommen haben, wo wirklich alles aus Eis gemacht ist!

Gestern bin ich dann von Queenstown nach Oamaru gefahren, wo ich Haakon besuche, der hier als Aupair arbeitet und übers Wochenende in einer Hütte in der Pampa arbeitet, wo er mich mit hinnimmt, weil es echt schön sein soll. Außerdem kann man dort auch ein bisschen wsndern gehen, was ich mitlerweile wieder ein bissche vermisse, war in Queenstown nur auf dem 1713m hohen Ben Lommond, seitdem ich nicht mehr mit Moritz reise. Wollt ihr eigentlich wissen, welche Wanderungen wir da gemacht haben?

Also bevor ich den letzten (sehr ausführlichen) Blogeintrag geschrieben habe, waren wir mit dem Auto am Mount Summer, der der Berg Edoras in Herr der Ringe ist, da war Haakon auch noch dabei. Dann haben wir am Fuße des Mount Cook, neuseelands höchstem Berg, gecampt und eine Tageswanderung hoch in kniehohen Schnee gemacht, eine zu einem Gletschersee mit Eisformationen darauf und,weil der See so klar war, richtig guten Spiegelbildern. Außerdem war eine zweitägige Wanderun zur Ball Hut dabei, die nur drei Betten hatte und demnach winzig in Vergleich zu den gewöhnlichen Hütten. 

Danach haben wir eine Nacht in der Nähe von Wanaka verbracht, wo wir dann morgens auch endlich mal "duschen" waren, wir sind dort in den eiskalten, aber glasklaren Fluss gesprungen! Was man nicht alles tut, um sauber zu werden! Von dort sind wir weiter südlich gefahren, durch Queenstown durch nach Glenorchy, von wo aus wir eine Zweitageswanderung ins Ernslaw Burn Village gemacht haben, wo wir dann auch wieder Schnee die Nacht über hatten und einem Track gefolgt sind, der nur wage angedeutet war und auch schon mal von uns verlangt hat, über Baumstämme zu klettern oder unter ihnen hindurch Limbo zu tanzen, was mit dem großen Rucksack aber nicht allzu einfach ist.

Von Glenorchy aus kommt man dann auch ziemlich einfach ins Paradies, so heißt zumindest ein kleiner "Ort" dort, wo es auch Drehorte von Herr der Ringe gibt und ziemlich oft Fallschirmsprünge durchgeführt werden. Wir haben uns dann relativ spontan entscheiden, den dort in der Gegend beginnenden Routebourn Track zu laufen. Da es sich dabei allerdings nicht um einen Rundweg handelt, war der Plan ca. zwei Drittel bis zu einem der Campsites zu laufen und am nächsten Morgen den gleichen Weg zurück zu laufen und den Rest als Tageswanderung von der anderen Seite aus zu gehen. Zum Glück hatten wir dann für den ersten Teil richtig gutes Wetter, sodass man sogar von einer Stelle aus das Meer zwischen den Bergen hervorlucken sehen konnte. Der Campingplatz lag dann direkt an einem malerischen See, dieses Mal war es uns aber definitiv zu kalt, da rein zu springen.

Ja, dann sind wir ja erst mal nach Queenstown zurückgekehrt und haben dort auch Daniel eingesammelt,der mit uns den Keplertrack laufen wollte, ein viertägiger Rundwanderweg von Te Anau aus. Dieser führte am ersten Tag durch einen Wald am See entlang, bis es dann steil die Berge hoch ging, denn die erste Hütte lag 1000m höher. Diese war dann auch richtig gemütlich mit Kaminfeuer und einem super Ausblick auf den Lake Te Anau und die umliegenden Berge. Außerdem konnte man von dort aus eine Höhle erreichen, in die man dann ca.300m reinlaufen konnte, was wir natürlich auch gemacht haben. Am nächsten Tag sahen die Wegbedingungen dann ein bisschen anders aus, es lag Schnee aus dem Weg und es war bewölkt und windig, sodass wir nicht die allerbeste Sicht hatten, aber die Laune hat es uns trotzdem nicht verdorben. Die letzten beiden Tage hat es dann geregnet, da wir aber wieder unter der Buschlinie gelaufen sind hatten wir die Bäume als natürlichen Regenschirm über uns.

Leider hat es aber danach nicht aufgehört mit dem Regen, was allerdings in regnerischsten Teil Neuseelands auch nicht verwunderlich ist, aber wenn man die ganze Zeit im Zelt schläft auch irgendwann ziemlich anstrengend ist. Wir sind dann den Milford Highway runtergefahren, der, wie der Name schon sagt, zum berühmten Milford Sound führt, durch den Homer Tunnel durch, wo man dann Keas sieht. Das sind neuseeländische Bergpapageien, die sehr intelligent sind. Wir haben außerdem eine Reihe der Aussichtspunkte und kurzen Wanderungen entlang der Straße abgeklappert, allerdings wurde die Straße aufgrung von starkem Schneefall um 12 Uhr gesperrt, weswegen wir nicht allzu viel Zeit hatten. Deswegen haben wir nachmittags eine Wanderung zum Lake Marian gemacht, wo es auch eigentlich sehr schön sein soll, zumindest, wenn man sich die Ergebnisse von google pictures anschaut, wir haben nämlich wegen des ganzen Regens null Sicht gehabt. 

Daraufhin haben wir dann auch entschieden zurück nach Te Anau in ein Hostel zu fahren. Ein DOC Ranger hat uns nämlich auch gesagt, dass das Wetter noch schlechter wird und auf dem Routebourn Track kniehoch Schnee liegt, den zu beenden hatte sich also auch erledigt. Am nächsten Morgen sind Daniel und ich dann nach Queenstown zurück getrampt, während Moritz in Te Anau geblieben ist, da er einen Bootcruise zum Doubtful Sound gebucht hat. Das soll sich, so sagt er, auch echt lohnen. Kann ich ja dann machen, wenn ich wieder Geld habe. Das ist gerade sowieso mein Motto: Alle coolen Sachen müssen erst mal warten. Ich werde mir nachdem wir den Abel Tasman Track gelaufen sind, eine vernünftige Arbeit suchen und danach kann ich mein Geld dann wieder für diese schönen Dinge ausgeben. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen und so. Bis dann!

Nur ein kurzes Update

Samstag, 15.11.2014

Hallo Leute!

Das hier wird ein kurzer Blogeintrag, obwohl ich grade echt viel erlebe und demnach eigentlich super viel erzählen könnte, aber ich habe auch leider nicht viel Zeit im Moment, großartig zu schreiben und muss auf die Bilder warten, da meine Kamera den Geist aufgegeben hat. Zum Glück reise ich aber ja mit Moritz, der fleißig Bilder mit einer guten Kamera schießt. Das bekommt ihr dann alles zusammen, aber ihr müsst euch eben ein bisschen gedulden noch.

Nur soviel: Mir geht es gut, wir waren bis jetzt jeden Tag wandern, teilweise auch mehrtägige Touren und 7 Stunden am Tag. morgen geht es auf den Kepler Track, ein weiterer great walk und danach kommt dann hoffentlich der neue Blogeintrag.

Bis dahin viele Grüße aus dem Camperleben!

Welcome to the South Island!

Mittwoch, 05.11.2014

Jap, ich bin jetzt seit dem 2.11. auf der Südinsel und schon mal vorneweg: Meine Kamera hat den Geist aufgegeben und deswegen gibt es grade keine Fotos mehr. Ab morgen wird der Moritz das für die nächsten fünf Wochen für mich übernehmen, in denen ich auch nicht versprechen kann, regelmäßig Internet zu haben, werde aber mein Bestes tun, euch zu schreiben, wenn ich es irgendwo nutzen kann. Vorher bring ich euch deswegen jetzt noch auf den neusten Stand!

Auf der Fähre nach Picton habe ich zwei Mexikaner kennengelernt, die, genauso wie ich, lieber auf dem Deck an der frischen Luft gestanden haben, als irgendwo drinnen rumzusitzen. Es war allerdings sehr windig dort draußen, was aber der guten Laune keinen Abbruch getan hat, sondern eher für genau diese gesorgt hat, wie man ja auf den Bildern sehen kann.

Die beiden hatten auch keinen Plan, wo sie in Picton übernachten würden, deswegen hab ich sie kurzerhand mit in das Hostel genommen, was ich für eine Nacht gebucht hatte, es war ja auch schon nach 6 und immer noch sehr windig, als wir endlich wieder Land betreten haben. An dem Abend habe ich dann von den beiden Spaßvögeln auch noch einige interessante Dinge über die mexikanische Kultur gelernt und am nächsten Morgen wollten sie mich dann bis Kaikoura mitnehmen, da sie vorhatten, ein Auto zu mieten. Das hat sich dann aber als absurd teuer rausgestellt, da sie in zwei Tagen bis nach Queenstown runter wollten und die Distanz rechnet sich halt nicht für so eine kurze Zeit. Unsere Alternative lautete also per Anhalter vorwärtsbzu kommen. Wer jetzt denkt, dass das zu dritt doch eh unmöglich ist, wird staunen, wir haben es nämlich nicht nur geschafft, bis Kaikoura zusammen zu trampen, sondern sind sogar von einem 1960er Chevrolet mitgenommen wurden. Ich interessiere mich ja echt nicht für Autos, aber es ist schon ziemlich cool, in so einem Auto bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel am Meer entlangzufahren, mexikanische Musik zu hören und den Ausblick auf schneebedeckte Berge zu haben!

In Kaikoura hatte ich dann aber auch nur einen Zwischenstopp von einer Nacht, konnte mir zum Glück das Fahrrad meines Hosts leihen und bin dann damit ein Stück auf die Halbinsel gefahren, wo man an der Küste entlangspazieren kann, was ich natürlich auch gemacht habe. Dabei hat man nicht nur einen tollen Blick auf die Berge, man sieht auch ziemlich viele Robben, die dort ful auf den Felsen liegen. Man muss allerdings echt aufpassen, zweimal hab ich die Robbe vor mir nicht bemerkt und die hat dann ziemlich laut auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt weiß ich, warum es SeeLÖWEN heißt! Mann, hab ich mich erschrocken! Am nächsten Morgen ging es dann für mich weiter nach Christchurch, wo ich auch am selben Tag schon die Stadt erkundet habe. Das war echt interessant, denn ich hatte mich nicht wirklich über das Erdbeben dort informiert. Umso beeindruckender ist es dann, dessen Auswirkungen zu sehen. Während die Vorstädte zumeist unbeschädigt geblieben sind, herrscht im Stadtzentrum komplette Verwüstung. Entweder man sieht echt nur noch Gerippe von Bauwerken und einen Haufen Schutt daneben oder aber das Haus an sich ist noch mehr oder weniger intakt, aber wenn man reinschaut, sieht es aus als wäre das Beben erst gestern gewesen, alles liegt auf dem Boden und es war einfach noch keine Zeit, dort Aufräumarbeiten zu leisten. 16000 Gebäude wurden zerstört, so habe ich gelesen und mein Host hat mir erzählt, dass die Nachbeben auch noch nach einem Jahr täglich stattfanden.

Seitdem hat sich Christchurch natürlich total verändert, Bauarbeiter an jeder Ecke und keine Cafés oder Bars für Einwohner und Touristen um irgendwo hinzugehen. Mittlerweile gibt es aber eine Container Shoppingmall, die sieht sogar ziemlich cool aus, denn die Container sind bunt angemalt und haben auch Fenster. Und das, was nicht zerstört ist, ist auch ziemlich schön, ganz im Gegenteil zu den ganzen Leuten, die ich unterwegs getroffen habe und meinten, Christchurch sei keinen Zwischenstopp wert. Man sieht immer noch einige alte Häuser und ich bin im botanischen Garten gewesen, der ist auch echt schön. Trotzdem hat die Stadt wahrscheinlich immens an Attraktivität verloren, für Einwohner bestimmt genauso wie für Touristen, was den Wiederaufbau ja nicht grade leichter macht. Allerdings ist es bestimmt ein Arbeitsplatzparadies fü Architekten!

Heute war ich dann in Lyttleton, was so ziemlich von den ersten britischen Siedlern gegründet wurde, aber auch hart vom Erdbeben getroffen wurde. Außerdem war ich mit meinem Host beim Yoga, das hat Spaß gemacht und war bestimmt auch sehr gut für meinen Rücken und meine Schultern, die vom Rucksack ein weig beansprucht sind. Danach sind wir den Moritz abholen gegangen und hoch auf einen Berg, denn es gab zahlreiche Feuerwerke, da irgendein britisches Fest gefeiert wurde. Man hatte von dort außerdem einen tollen Blick auf die Stadt, die im Gegenteil zu Wellington komplett flach ist. Jetzt werde ich die letzte Nacht genießen, die ich nicht auf meiner 1-cm-dicken Isomatte verbingen muss, ich hoffe ich kann mich da irgendwie dran gewöhnen!

Bis zum nächsten Mal also!

Wonderful Windy Wellington

Sonntag, 02.11.2014

So jetzt habe ich fast eine Woche hier in Wellington verbracht und warte grade darauf, dass ich auf die Fähre kann. Ich werde also nicht nur Wellington, sondern auch die komplette Nordinsel für eine Weile hinter mir lassen.

Für den armen Backpacker ist Wellington wirklich eine super Stadt, es gibt zahlreiche kostenlose Museen wie das Te Papa, ein interaktives Landeskundemuseum, die City Arts Gallerie (wo ich grade sitze um das kostenlose Wlan zu nutzen) und das City and Sea Museum, welches sich mit Wellingtons Geschichte beschäftigt. Außerdem kann man eine kostenlose Führung durch dasneuseeländische Parlament mitmachen, wo auch wieder deutlich wird, wie entspannt die Kiwis doch sind: Der Mann, der unsere Führung geleitet hat, meinte sie wären wohl das einzige Parlament auf der Welt, wo man im Park davor Frisbee spielen und Picnics haben dürfe. Dann bin ich auch noch ganz klassisch im Cable Car hoch zum botanischen Garten gefahren und habe mir natürlich auch die Stadt ein bisschen angeschaut. Besonders gut hat mir die alternativ angehauchte Cuba Street gefallen, wo es von kleinen Cafés nur so wimmelt und in einem der Second-Hand-Läden habe ich mir einen Ersatz für meinen verlorenen Cardigan gekauft, musste mich echt zurückhalten dort nicht mehr Geld zu lassen!

Für alle Herr der Ringe Fans war ich sogar in den Weta Caves (eigentlich nur, weil es so windig war, dass man nicht rausgehen konnte) und als es mal einigermaßen windstill war, bin ich hoch auf den Mount Victoria, von wo aus man eine tolle Aussicht auf Wellington, die umliegenden Hügel und das Meer hat. Man konnte sogar am Horizont ganz leicht die Südinsel erkennen und den Flugzeugen des nahegelegenen Flughafens beim Starten und Landen zuschauen. Danach bin ich wieder runter ans Wasser gegangen, abgesehen von der schönen Uferpromenade gibt es auch zwei kleine Strände und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, dort das erste Mal in Neuseeland in den Ozean zu steigen. Das war echt kalt!!


Außerdem habe ich hier ja auch Helloween verbracht, was ziemlich lustig war, denn die Leute verkleiden sich hier nicht zwangsweise gruselig, sonder mehr wie wir es an Karneval tun. So bin ich auf einer Privatparty eines Freundes meines Couchsurfinghosts gelandet, zusammen mit einer Traube und einer Meerjungfrau. Vorher waren wir in der Stadt in einer kleinen Bar, trotz der ausgeprägten Bierkultur hier in Wellington habe ich dort einen Apple-Blackberry-Cider getrunken. Gestern Abend waren wir dann gegenüber im Meow, wo wir sogar noch zufällig die bekanntesten Hip Hopper Wellingtons gesehen haben, wie uns erzählt wurde, es gab auch immer noch zahlreiche Leute im Kostüm, scheinbar ist hier noch nicht angekommen, das Helloween nur ein Tag im Jahr ist. Unterwegs war ich mit Elsa, einer Französin, die vorher dort gecouchsurft hat und jetzt in der Einfahrt in ihrem Van schläft, und einem Chilener, den sie in Auckland kennengelernt hat und sie besuchen war. Die Rechnung geht also auf, wenn man nicht mehr in die Hostels geht, geht es viel internationaler zu und vor alllem kommt man auch mal dazu, englisch zu sprechen, anstatt den 1000 Deutschen kennen zu lernen! In Picton geht es jetzt trotzdem erst mal wieder ins Hostel, allerdings nur für eine Nacht, weiter habe ich noch nicht geplant und erst mal muss ich jetzt die Überfahrt auf der Fähre überleben, es ist nämlich wieder ziemlich windig im Moment, aber das ist ja auch nichts Besonderes in Wellington.

P.S.: Fotos folgen, wie immer. :D

Great Walk der Extreme: Tongariro Northern Circuit

Sonntag, 26.10.2014

Zuerst einmal vorneweg: Ich lebe noch!

Nicht, dass es gefährlich war hier die letztenTage, aber der zweite der Great Walks, den ich gemacht habe, war echt eine Herausforderung!

Ich habe Taupo am Freitag verlassen, ehe ich meinen letzten Abend dort, genauso wie meinen ersten übrigens, in einem Hot Spa Pool verbracht habe. Das sind kleine Wasserbecken mit natürlich heißem Wasser, welches von den Lavaströmen der Vulkane unterirdisch aufgewheizt wird und es uns möglich gemacht hat, mitten in der Nacht bei ca 10 Grad im Bikini rumzulaufen. Die Becken waren nämlich echt so heiß, dass man nach einer Weile freiwillig aufgestanden ist. Sonst war es dort aber sehr idyllisch mkt einem kleinen Wasserfall dabei, der natürlich auch aus heißem Wasser bestand. Zu meiner nächsten Station, Turangi, bin ich dann getrampt, zum ersten Mal ganz alleine, aber es hat super geklappt, ich musste nur 15 min warten und wurde von einem jungen, neuseeländischen Pärchen mitgenommen, die mich dann auch noch mit Schokolade versorgt haben. In dem Hostel hab ich zwei Nächte gebucht, eine vor und eine nach der Wanderung, deswegen bin ich jetzt wieder hier und es ist es auch wirklich wert, das Hostel ist klein, super gepflegt und eingerichtet. Man kommt sich mehr vor wie in einer Ferienwohnung als in einem Hostel. Zum Glück waren hier auch zwei deutsche Frauen, die uns am nächsten morgen zu unserem Startpunkt, Whakapapa Village, mitnehmen konnten, sodass wir keine 30$ für den Bus bezahlen mussten. Wer ist uns? Moritz und ich, wir haben uns hier im Hostel dann auch zum ersten mal persönlich getroffen, denn wir hatten bis zuvor die gemeinsame Wanderung ausschließlich über facebook geplant. Zum Glück haben wir uns dann aber auch auf Anhieb super verstanden.

Freitagmorgen sind wir dann um 9:30 Uhr aufgebrochen und haben denTongariro Northern Circuit um 11:30 begonnen, nachdem wir uns vorher noch mit einem einstündigen Spaziergang "eingewandert" haben, erst mal ohne Wanderrucksack allerdings. Die Etappe war für drei Stunden ausgelegt, bei schlechtem Wetter konnte es allerdings bis zu fünf Stunden dauern. Trotz ein bisschen Regen am Anfang lag unsere reine Laufzeit auch ziemlich genau bei drei Stunden, natürlich haben wir aber auch eine Mittagspause und mehrere kleine Fotopausen gemacht.

Der Weg war aber trotzdem an manchen Stellen richtig matschig, sodass ich einmal augerutscht bin und mich richtig schön mit Matsch eingesaut habe. Un das am ersten Tag! Gegen 15:30 sind wir dann also an der ersten Hütte angekommen, in der wir aber ja nicht geschlafen haben, deswegen hieß es erst einmal Zelt aufbauen und natürlich die schöne Aussicht bei Tee und Müsliriegeln genießen. Zum Glück gab es aber trotzdem die Hütte, nicht nur, weil wir dort drinnen sitzen und kochen konnten, sondern auch, weil es im Laufe der Zeit immer windiger und somit käter wurde, bis es gegen 18 Uhr dann anfing zu schneien und man zwar in der Hütte immer noch von der Sonne gewärmt wurde, sobald man aber rausging vom Wind fast weggeweht wurde. Wir sind dann auch relativ kurz nach Einbruch der Nacht schlafen gegangen, so gegen 21 Uhr, um für den nächsten Tag vorbereitet zu sein, an dem uns 8 Stunden wandern erwarteten. An sonderlich viel Schlaf war allerdings nicht zu denken, da es trotz warmer Kleidung und dickem Schlafsack immer noch eiskalt war, besonders durch den starken Wind, der dort auf 1190 m Höhe gefühlt -15 Grad kalt war.

Demnach sind wir dann auch schon um 7 Uhr morgens aufgestanden und so schnell wie möglich rüber in die warme Hütte fürs Frühstück, bevor wir gestartet sind. Heute stand uns das Alpine Crossing bevor, also hoch auf 1800 m Höhe und zu noch stärkerem Wind von ca 45 km/h. Allerdings handelt es sich hierbei auch um den touristischen Teil, sodass ziemlich viele Leute unterwegs waren und es war sehr lustig anzusehen, mit welcher Kleidung die dort aufgetaucht sind: kurze Hosen, Chucks oder auch die schöne Kombination bei Männern bestehend aus langen Ringelunterhosen unter Shorts. Nachdem wir einen kurzen Abstecher zu Wasserfällen mit einer Menge Eiszapfen gemacht hatten, mussten wir die Devil's Staircase hoch zum South Crater, von wo aus man bis zum Mount Taranaki schauen konnte, da es glücklicherweise wolkenlos war. Von da aus ging es aber nochmal ein Stück höher zum Red Crater, von wo aus man dann den Blue Lake und die Emerald Lakes sehen konnte, die wirklich unglaublich kräftig türkis gefärbt waren. Man konnte auch immer wieder Dampf von irgendwo aufsteigen sehen, was einen dran erinnert hat, dass die Vulkane alle noch aktiv sind.

Herab ging es dann durch eine Art Stein- und Felswüste, hätte man nicht den Schnee gesehen, hätte man denken können es wären dort 50 Grad. Nach fünf Stunden laufen haben wir dann endlich die erste Hütte erreicht, wo wir aber ja nicht übernachten konnten. Nachdem wir dort zu Mittag gegessen hatten, haben wir uns also auf die letzten drei Stunden Wegstrecke gemacht.

Dieses Mal hat sich die Landschaft über Geröllwüste zu Wald verändert und nachdem wir dann am Ende nochmal einen Berg überqueren mussten, waren wir endlich an unserer Hütte angekommen, die im Vergleich zu allen anderen DOC-Hütten wie eine Villa aussah. Der Campingplatz war dieses Mal zum Glück nicht auf einer Ebene, sondern von Wald umgeben und wir haben unser Zelt auch direkt an einem Bach aufgestellt. Da wir aber einfach nicht genug vom Wandern bekommen konnten, sind wir nochmal eine Stunde spazieren gewesen, zu einem klaren Fluss und der mit über 100 Jahren ältesten Hütte in Neuseelands Nationalparks. Danach haben wir unser Abendessen zubereitet und sind auch wieder früh schlafen gegangen, denn die Mädels, die sich bereit erklärt hatten, uns zurück zum Hostel zu bringen, wollten sich schon um12:30 Uhr wider auf demn Heimweg machen am nähsten Tag. Deswegen hieß es dann auch um 6 Uhr schon aufstehen. Es war wieder eine ziemlich kalte Nacht gewesen aber dieses Mal zumindest mit der Aussicht, die kommende Nacht wieder in einem vernünftigen Bett im Warmen schlafen zu können. Es standen uns zum Abschluss nochmal fünf Stunden Wandern bevor, erst war es wieder extrem windig und es hat auch kurzzeitig ein bisschen geregnet, wir haben uns aber trotzdem entschieden, den kurzen Abstecher zum Lower Tama Lake in Kauf zu nehmen. Trotz zunehmender Erschöpfung und Rückenschmerzen lagen wir auch ziemlich gut in der Zeit und haben an den Taranaki Falls nochmal einen Stopp eingelegt, da man dort sogar hinter den Wasserfall laufen konnte. Nach ziemlich öder Landschaft haben wir dann wieder Wald erreicht und pünktlich um 12:30 den Parkplatz in Whakapapa Village erreicht.

Auf der Autofahrt wäre ich dann schon fast eingeschlafen und zurück im Hostel habe ich bestimmt erst mal eine halbe Stunde heiß geduscht. Abgesehen von einem kurzen Gang zum Supermarkt haben wir uns dann auch nicht mehr viel bewegt, abends nochmal gemeinsam gekocht, oder viel mehr ich habe gekocht, wie die letzten Tage auch, aber das klappte auch echt gut. Wir haben ganz viel Gemüse gemacht, denn das war die letzten drei Tage zum Großteil von Müsliriegeln ersetzt worden. Morgen geht es dann fü mich nach Wellington und Moritz macht sich auf nach Taupo,aber er wird auch bald auf die Südinel wechseln, da er nur 10 Wochen in Neuseeland verbringt und wir versuchen werden, uns in der Zeit nochmal zu treffen. Vielleicht laufe ich auch noch einen Great Walk mit ihm, denn er hat noch zwei weitere für diese kurze Zeit geplant.

Es war wirklich ein tolles Erlebnis mit all diesen variierenden Landschaften und einer großen Spanne an Wetterverhältnissen. Eine Erfahrung also, die ich nicht so schnell vergessen werde und mich ein vernünftiges Bett, auch wenn es ein Hochbett im Mehrbettzimmer ist, schätzen lässt. In diesem Sinne also "Gute Nacht!"

Vom Bikinimodel zur Putze

Dienstag, 21.10.2014

Hello again!

Seit Freitag bin ich jetzt hier in Taupo, morgen geht es dann weiter, leider, muss ich sagen, denn es gefaellt mir super hier. Zum einen ist es echt ein schoener Ort mit diesem rieeeeeeesigen See (606 Quadratkilometer) vor der Haustuer und zum anderen sind die Leute hier einfach toll.

Erst einen Tag bevor ich herhin reisen wollte, hatte ich wirklich abgeklaert, wie ich hinkomme, indem ich mich einfach mit einer Neuseelaenderin unterhalten habe und ihr erzaehlt habe, dass ich nach Taupo will, aber noch nicht weiss, wie. Sie meinte dann sie kennt vielleicht jemanden und hat dann Donnerstag Nachmittag eine andere deutsche Work-and-Travellerin vorbeigeschickt, mit der ich dann Freitag auch schon Taupo und die Huka Falls angeschaut habe. Beim Hostel hatte ich auch mega Glueck, denn ich wohne umsonst dort, dafuer, dass ich von 10-12 Uhr putze, also wirklich keine lange Zeit und so, dass ich immer noch meine freie Zeit nutzen kann, um was anderes zu machen. So war ich dann am Sonntag auch direkt mal 5 Stunden zum Mount Tauhara wandern und bin dabei klitschnass geworden, aber es hat sich trotzdem gelohnt.

Montag habe ich dann mein mittlerweile beruehmtes deutsches Brot gebacken und zwar gleich zwei, denn ich habe so ziemlich jedem im Hostel angeboten, etwas davon zu essen. Vor allem den drei Malaysiern, die am Abend vorher ihr Abendessen mit mir geteilt haben, nur weil ich gesagt habe, dass es lecker aussieht. Sie wollten mich danach noch nicht mal spuelen lassen! Ein Laib ist dann direkt frisch aus dem Ofen gegessen worden, von mir und der restlichen Putzcrew, sowie Dave, dem das Hostel gehoert. Es muss ihm wohl echt gut geschmeckt haben, denn als ich dann nachmittags die Segeltour auf dem See gemacht habe, die er auch leitet und die man verguenstigt bekommt, wenn man im Hostel wohnt, hat er mir sogar die kompletten Kosten erlassen. Und es war echt super! Wir sind zu den Maori-Felszeichnungen gesegelt und das Wetter war schoen, sodass man vom See aus eine super Sicht hatte. Ausserdem ist das Wasser einfach so blau, dass man kaum glauben mag, dass es natuerlich ist. Auf dem Rueckweg durfte ich dann sogar mal das Boot steuern.

Gestern wollte ich dann Mountainbiken gehen, bin dann mit einem Portugiesen hier aus dem Hostel los, um die Raeder zu leihen und, da der Verleiher ein Freund von Dave ist und auch etwas Brot abhaben wollte, habe ich ihm den letzten halben Laib gebracht und auch beide Raeder umsonst leihen koennen. Was lernt man daraus? Man muss nur in der Lage sein, qualitativ hochwertiges Brot zu backen und man kann guenstiger reisen in Neuseeland. Natuerlich zeigt auch das wieder, wie freundlich die Kiwis doch sind!

Die Mountainbiketour war dann auch echt cool, wieder ein 5-Stunden-Trip, aber mit vielen Fotostopps und das Highlight war unser Ziel, die Aratiatia Rapids, eine Talsperre, die viermal am Tag geoeffnet wird und das ist dann wirklich ein Spektakel. Die sonst nur von einem Rinnsal durchflossene Schlucht wird dann mit Wasser ueberflutet und das Ganze verwandelt sich in einen reissenden Fluss. Aber auch der Track war schoen, so richtig mountainbikemaessig eben, mit teilweise echt steilen Abhaengen, wo man dann nicht darueber nachdenken sollte, was passiert, wenn man ueber den Lenker faellt.

Ach und hier in Taupo war ich zum ersten Mal in Neuseeland feiern, Samstag, als das Rugby-Spiel Allblacks gegen die Australier stattgefunden hat. Ausserdem gab es in dem Pub eine Liveband und die hat auch richtig gut gespielt, spaeter gab es dann auch Partymusik und es war echt ein lustiger Abend, vor allem war es schoen, dass es ein Pub war, wo auch locals und nicht nur Backpacker hingegangen sind. Gestern Abend war dann im Irish Pub hier Quiz Night, wieder ein grosses Event in Taupo, auch wenns mitten in der Woche ist. Unser halbes Hostel, inklusive Dave, sind hin und ich weiss garnicht, wer das Quiz gewonnen hat, aber wir hatten alle Spass und es gab auch hier wieder Einheimische, sodass ich erst um 4 Uhr morgens im Bett war und schon um 8 wieder aufgestanden bin, um hier fuer euch den Blogeintrag zu schreiben. Nein, ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Ich kann also echt sagen, dass ich ein bisschen traurig bin, Taupo morgen zu verlassen, was auch an dem Hostel liegt. Fuer alle Backpacker, die das lesen: geht ins 'Blackcurrants Hostel' in Taupo!!

So und fuer die Leute, die Henning kennen: Als ich am Montag nach dem Segeltrip hier in die Buecherei bin, wollte ich mich an den Computer setzen, wo ich auch das erste Mal gesessen habe. Und wen seh ich da? Ja, genau, Henning!! Das war echt eine Ueberraschung, weil ich nur ganz am Anfang seines Trips von ihm gehoert hatte und da war er von Auckland in den Norden gereist. Ich haette also niemals damit gerechnet, ihn hier zu treffen!!

Wanganui River Journey

Mittwoch, 15.10.2014

Haaaallo, ich lebe noch!

Fuenf Tage Kanutour und Wildnis-Abenteuer liegen jetzt hinter mir und ich muss sagen, ich habe mich echt auf ein vernuenftiges Bett, eine lange Dusche und saubere Kleidung gefreut, aber es war trotzdem super und wahrscheinlich eine Zeit, die ich nie vergessen werde!

Lena hat ja schon am Abend vorher hier bei mir in Owhango uebernachtet, nach dem sie von den anderen beiden deutschen Maedels hier abgesetzt wurde, sodass ich schonmal gucken konnte, mit wem ich denn so die naechste Zeit verbringe. Wir haben dann auch schon unsere Boxen bekommen und am naechsten Morgen sollte es dann zeitig losgehen. Wo ich vorher nie drueber nachgedacht hatte, war, dass es ja ganz praktisch waere, bei so einem Trip ohne ein vernuenftiges Dach ueberm Kopf, gutes Wetter zu haben. Wenn man sich da mal die letzten Tage hier angeguckt hat, ist einem da ein bisschen die Hoffnung vergangen. AAAAber wir sind ja Glueckskinder, denn am naechsten morgen war es klar und sonnig. Als wir dann jedenfalls an unserer Einsatzstelle angekommen waren, war von der Sonne nichts mehr zu sehen, da das komplette Tal noch von Nebel bedeckt war und wir so also die erste Zeit durch diesige Umgebung gepaddelt sind. Ausserdem waren wir nur zu zweit unterwegs, denn die beiden anderen waren mit einer anderen Organisation unterwegs, sodass sie zu einem anderen Zeitpunkt und von einer anderen Stelle gestartet sind. Wir hatten zwar versucht uns abzusprechen, aber das hat leider nicht funktioniert.

So sind Lena und ich dann also ein wenig unsicher den Fluss hinunter. Als die Sonne dann wieder zum Vorschein kam, war es echt schoen, aber bei jeder Stromschnelle stieg der Adrenalinspiegel und danach war die Erleichterung um so groesser, dass wir es geschafft hatten. Kurz nach unserer Pause (ohne Mittagessen, denn das ganze Essen war bei den anderen in den Boxen), war es aber dann soweit: Wir sind gekentert! Und eigentlich war das garkeine fiese Stelle, sondern ein ziemlich gut sichtbarer Stein, den wir nur leider beide zu spaet realisiert hatten und im letzten Moment ein wenig panisch versucht haben, ihm auszuweichen, was dann darin geendet hat, dass wir mit voller Breitseite gegen ihn geknallt sind. Darf man ja eigentlich keinem erzaehlen.

Danach waren wir dann aber erst mal ziemlich geschockt, das Boot umgedreht, die Stroemung ziemlich stark, weil so viel Wasser im Fluss war und wir ohne jegliche Chance, irgendwie das Ufer zu erreichen, geschweige denn, uns dort festzuhalten. Nach einiger Zeit hatten wir es aber dann doch geschafft und Lena hatte in der Zeit mit Entsetzen festgestellt, dass sie ihr Paddel verloren hatte und ihre Kamera sich noch in ihrer Jackentasche befand. Trotzdem blieb uns ja nichts anderes uebrig, als dann das Kanu umzudrehen, das ganze Wasser rauszuschippen und uns wieder reinzusetzen. Zum Glueck gab es ein Ersatzpaddel und wenige Meter weiter haben wir dann auch ihr anderes Paddel wieder aufgegabelt, aber wir haben beide gezittert vor Kaelte und wollten so schnell wie moeglich den Campingplatz erreichen, der noch ca. 1,5 h entfernt lag. Auf dem Weg hat uns die Sonne dann schon ein bisschen wieder getrocknet und wir haben alleine schon schnell gepaddelt, um uns warm zu halten. Da wir ja nicht wussten, ob die beiden Maedels nun hinter oder vor uns waren, haben wir natuerlich gehofft, dass sie schon da sind, uns am besten mit Tee und Schokolade begruessen und sich anbieten unser Zelt aufzubauen. Dem war leider nicht so.

Allerdings waren wir trotzdem nicht alleine auf dem Campingplatz, zwei Familien aus Auckland waren schon da und die waren dann so lieb, uns mit warmem Tee und einem verspaeteten Lunch zu versorgen. Danach haben wir uns dann einfach nur in die Sonne gesetzt und auf die anderen gewartet, die ca zwei Stunden spaeter ankamen und es ohne nass zu werden ueberstanden hatten.

Ja, die folgenden vier Tage waren dann nicht mehr so nervenaufreibend, es gab zwar immer wieder knifflige Stellen, aber wir haben uns auch mehr aufeinander abgestimmt mit der Zeit und natuerlich auch aus dem ersten 'Reinfall' gelernt. Wir haben dann auch immer wieder von den Leuten, die wir unterwegs getroffen haben, gehoert, dass der Fluss im Moment extrem viel Wasser und deswegen zwar eine staerkere Stroemung hat, aber generell leichter zu bewaeltigen ist. Aufgrund der Jahreszeit haben wir aber nicht wirklich viele Leute unterwegs getroffen, denn obwohl wir wirklich traumhaftes Wetter die fuenf Tag ueber hatten, kommen die meisten Paddler erst gegen Ende November.

Auf dem zweiten Campingplatz waren wir dann auch ganz alleine, es gab aber daneben ein Cafe, da dort auch Mountainbike Tracks und Wanderwege entlangfuehren. Gut fuer uns, denn unser Gaskocher hat uns einige Schwierigkeiten bereitet und haetten wir nicht im Cafe Hilfe bekommen, haetten wir die Nudeln roh essen koennen. Da es dort auch eine Huette mit Licht und Betten gab, haben wir kurzerhand die Nacht dort drinnen verbacht.

Am naechsten Abend gab es wieder eine Huette, aber auch einen Ranger, sodass wir nicht einfach drinnen schlafen konnten, aber das war trotzdem okay, zumal Liz, die bestimmt schon weit ueber 70 war und den Job freiwillig gemacht hat, echt nett war und spaeter am Abend den Kamin in der Huette angemacht hat. Dort sind wir dann auch auf Mitstreiter gestossen, drei Deutsche und eine Irin, die nur die 3-Tages-Tour gebucht hatten. Die haben wir dann auch am letzten Abend wiedergetroffen, wieder ein Campingplatz mit Huette und einem Maori-Gebaeude, aber leider zur Zeit nicht bewohnt.

Am letzten Tag gab es dann das einzige mal ein bisschen Nieselregen, was aber unsere Stimmung nicht weiter getruebt hat. Je naeher wir Pipiriki, also dem Ausstiegspunkt, entgegenkamen, desto besser wurde die Laune, die Freude ueber die Ruekkehr in die Zivilisation war dann also doch gross und ich habe mich auch gefreut, nicht mehr stundenlang auf dem Kanusitz zu hocken, denn mein Hintern hat echt weh getan nach den fuenf Tagen. Es hat mir aber trotzdem richtig viel Spass gemacht und es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, man sieht die Natur vom Fluss aus noch mal aus einer voellig anderen Perspektive und ein paar Tage ohne Autos und Strom zu verbringen macht mir nichts aus. Es gab ja auch die richtige Mischung zwischen Entspannung und Aufregung, noch einmal kentern wollten wir natuerlich nicht, aber das erste Mal war im Nachhinein auch nur wirklich schlimm, weil Lena jetzt halt keine Kamera mehr hat.

Bevor ihr jetzt aber denkt: 'Och nee, keine neuen Bilder, jetzt dauert es bestimmt wieder ewig, bis welche kommen.' muss ich mich verteidigen, ich habe auf dem Fluss kein einziges Foto geschossen, aus Angst, dass meine Kamera aehnliches erleidet. Allerdings hat eins der anderen beiden Maedchen welche gemacht und ich werde sie mir schicken lassen, damit ich sie hier hochladen kann. Ein bisschen Geduld muesst ihr also leider schon haben, aber ihr schafft es ja auch, immer brav auf den naechsten Blogeintrag zu warten.

In diesem Sinne, bis zum naechsten Mal!

Ein Königreich für ein Lama!

Mittwoch, 08.10.2014

Das Lama!

Lama, waaaaas?? Bist du nicht auf ner Blaubeerfarm?

Ja, richtig, das hier ist eine Blaubeerfarm, ein B&B und ein Streichelzoo in einem! Wer also gedachthat, dass in dem Kaff Owhango nichts los ist, hat sich getäuscht. Okay, viel mehr gibt es hier wirklich nicht zu sehen, es gibt einen Wanderweg unten am Fluss und am Sonntag war hier ein Markt, aber der bestand auch nicht aus mehr als 10 Ständen mit Ramsch und ein paar Handarbeitswerken. Trotzdem führt eine der vielbefahrensten Straßen durch das Dorf hier, so fühlt es sich jedenfalls an, denn vor allem nachst rauscht geschätzt alle 10 Minuten ein dicker Truck die Straße entlang, sodass das ganze Haus wackelt. Auch Züge kommen hier regelmäßig durch, was für Neuseeland ja eher ungewöhnlich ist.

Ja, ich wurde also Donnerstag Mittag von Karen abgeholt, zusammen mit Michel, einem Belgier, der auf Weltreise ist und seine letzten Tage in Neuseeland in Owhango verbringt. Aber gut für Karen, er hat ihr nämlich die Website füs B&B gemacht, ich geb euch mal den Link, ich war nämlich Model im Video ( www.theshackbnb.nz ) und auch gut für mich, denn wir haben einiges zusammen unternommen und er hat Filme auf seinem Laptop, die wir abends gucken können. :D 

Meine Arbeit hier besteht mehr darin, das B&B auf Vordermann zu bringen, es wird nämlich grade erst wiedereröffnet und heute kommen die ersten Gäste, die keine Wwoofer sind. Am Sonntag auf dem Markt habe ich auch ausgeholfen und dort haben wir eine französische Familie aus dem Dorf kennen gelernt, Michel war überglücklich, seine Sprache nochmal sprechen zu könne und so waren wir die letzten beiden Abende bei ihnen zu Besuch, sie haben auch ein superschönes Haus mit ganz viel Holz. Der Vater arbeitet beim DOC, das ist sowas wie das Forst- und Grünflächenamt hier, die kümmern sich auch um die Kiwis und mit etwas Glück bekomme ich gleich einen zu sehen. Es wird nämlich einer aus Taupo abgeholt, um hier im Wald freigelassen zu werden und aus Platzmangel konnte nur Michel mitkommen, aber sie werden versuchen hier kurz zu stoppen um ihn mir zu zeigen. Gestern waren wir außerdem in Ohakune, eine Kleinstadt am Tongariro National Park, deswegen auch sehr skitouristisch geprägt und sind dort ein bisschen gewandert. Dabei sind wir ein Stück getrampt und haben nette Neuseeländer kennnen gelernt und uns mit ihnen die Hälfte des Weges unterhalten. Ein weiteres Highlight von Ohakune ist eine große Möhrenstatue, da es die Möhrenhauptstadt Neuseelands ist.

Außerdem war gestern der erste schöne Tag seitdem ich hier bin, heute sieht es allerdings schon wieder nicht so gut aus, ich hoffe am Wochenende wird es besser, denn da geht es ja für mich und Lena Kilian auf große Fahrt, wir machen einen der great walks, das sind mehrtägige Wanderungen, die die schönsten Fleckchen Neuseelands zeigen, allerings mit dem Kanu, denn es geht den Wanganui River hinab. Sie hat außerdem in einem Hostel noch zwei deutsche Mädels kennen gelernt, die jetzt auch noch mit uns kommen, da freue ich mich richtig drauf. Morgen kommen sie nach hier und bestaunen den Streichelzoo (der besteht übrigens aus einem Schwein, drei Hunden, einer Katze, einem Schaf mit Lamm, zwei Schildkröten und natürlich dem Lama), entspannen nochmal hier im Whirlpool und trinken ein Glas Blaubeerwein mit mir, ehe wir dann Freitag aufbrechen. Michel reist dann morgen ab, heute abend kommt seine Reisepartnerin nach hier, die war zwei Wochen mit ihren Eltern unterwegs und ihr nächster Stopp ist Südamerika, Chile, Bolivien und Brasilien glaube ich. Wer französisch kann und sich für ihr Projekt interessiert, hier die Internetseite: www.au-tournant.org

Soo, ich glaube damit habe ich euch alles Neue von mir hier erzählt. Drückt mir die Daumen für gutes Wetter und blaubeerige Grüße von mir!

P.S.: Hier das Bid vom Kiwi!!

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